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Wasser marsch!

Trinken, trinken, trinken. Das ist bekanntlich nichts Neues. Meistens liest und hört man von mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag. Aber wie viel Wasser bzw. Flüssigkeit brauchst du wirklich? Ein genauerer Blick auf die Fakten:

Abstecher in die Physiologie

Wasser ist für den menschlichen Körper unverzichtbar. Es dient als Lösungsmittel, Transportmittel, Wärmepuffer, Kühlmittel, etc. Der erwachsene Mensch besteht zu knapp 60 % aus Wasser, der Säugling sogar aus 75 %. Der gesunde Körper sorgt für eine ausgeglichene Wasserbilanz, die – nehmen wir 2,5 l Wasserbedarf als Beispiel – in etwa so aussieht:

 

 

Während der Großteil unserer Wasseraufnahme natürlich über unsere Getränke abgedeckt wird, ist auch die Zufuhr über feste Nahrungsmittel von Bedeutung. Ergänzt wird dies durch das sogenannte Oxidationswasser. Dies entsteht als Stoffwechselprodukt beim Abbau von Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten.

Die Wasserausscheidung wiederum geht über vier verschiedene Wege von statten. Den größten Teil scheiden wir über die Niere als Urin aus, während auch über die Atmung und die Haut relevante Wassermengen verloren gehen. Einen relativ kleine Anteil hat die Wasserausscheidung über den Stuhl.

Kommt es zu einem Wasserüberschuss im Körper wird vermehrt Urin produziert, während ein  Ungleichgewicht zugunsten der Ausscheidung bekannterweise zu Durst führt.  Dieser tritt bereits bei einem Wasserverlust von 0,5 % des Körpergewichtes auf. Bei 3 % beginnt der Körper die Speichel- und Harnproduktion zu verringern und bei 10 % Wasserverlust kommt es ohne adäquaten Flüssigkeitsersatz zu einer lebensgefährlichen Situation! Ein Kamel kann übrigens 25 % seines Körpergewichtes an Wasser verlieren ohne Schaden daran zu nehmen.

Soweit die Basics. Aber wie viel Wasser brauchen wir nun tatsächlich?

Der Wasserbedarf

Der Wasserbedarf des Erwachsenen liegt bei ca. 30-35 ml pro kg Körpergewicht. Hat man 70kg bedeutet das einen Wasserbedarf von 2100 bis 2450 ml / Tag.  Rechnet man das Wasser aus festen Nahrungsmitteln (ca. 750 ml) und das Oxidationswasser (ca. 300 ml) weg, bleiben etwa 1100 bis 1400 ml über, die man über Getränke zu sich nehmen sollte. Sprich unter normalen Bedingungen wäre man mit 1,5 Litern Wasser pro Tag auf der sicheren Seite.

Aber das betrifft natürlich nur “Normalbedingungen” und es gibt zahlreiche Faktoren, die unseren Wasserbedarf aufgrund einer gesteigerten Ausscheidung stark erhöhen. Dazu gehören verschiedene Krankheitssymptome, wie Fieber, Durchfall und Erbrechen aber auch Hitze, trockene Luft oder starke körperliche Anstrengung. Bei einer intensiven Sporteinheit oder starker körperlicher Arbeit – v.a. wenn diese auch noch bei starker Hitze stattfindet – kann man schon mal ein paar Liter rausschwitzen.

Kann Wasser giftig sein?

Immer wieder kommt die Frage, ob man denn auch zuviel trinken kann. Prinzipiell verfügt der gesunde Körper über sehr gute Regulationsmechanismen, die dafür sorgen den Wasserhaushalt im Gleichgewicht zu halten. Eine Überwässerung des Körpers kann aufgrund von verschiedenen Grunderkrankungen, wie z. B. Herzerkrankungen, Nierenerkrankungen oder hormonelle Störungen, auftreten. Aber auch eine sogenannte “Wasserintoxikation” durch eine zu hohe Wasserzufuhr ist theoretisch möglich. Trinkt man in kurzer Zeit sehr große Mengen Wasser führt dies zu einer Störung des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes, der letztendlich lebensgefährlich sein kann.

Was kommt ins Glas?

Und letztendlich bleibt dann noch die Frage was denn am besten ins Glas hinein soll. Dazu vielleicht ein anderes Mal mehr. Als Grundregel vorab: je weniger Zucker, desto besser! 🙂

Übrigens…

Ein Kamel kann bis zu 200 l Wasser in 15 Minuten trinken und gleichzeitig wochenlang ohne Flüssigkeitszufuhr überleben.

Ein Elefant kann mit seinem Rüssel bis zu 8 Liter Wasser aufsaugen und trinkt 70 bis 150 l Wasser am Tag.

Der Koalabär hat seinen Namen aus der Aborigine-Sprache und bedeutet “trinkt nicht”, da er die benötigte Flüssigkeit fast zur Gänze aus den Eukalyptus-Blättern aufnimmt.

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