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Krebs durch Essen?

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Was haben künstliche Süßstoffe, Carrageen und Milch gemeinsam? Zu diesen drei Lebensmitteln bzw. Inhaltsstoffen kam mir schon zu Ohren: “Aber das ist doch krebserrregend!”  Und diese Liste ließe sich um Einiges erweitern. Aber was soll man angesichts der Flut an Meldungen in den verschiedensten Medien glauben? Gibt es Anhaltspunkte oder gar Beweise wie Ernährung die Krebsentstehung beeinflusst? Was kann ich aktiv zur Krebsprävention beitragen? Viele Fragen und ein paar Antworten …

“Ernährung, körperliche Aktivität und Krebsprävention”

So nennt sich der Bericht des World Cancer Research Funds International (WCRF).  Der WCRF ist ein gemeinnütziges, globales Netzwerk mit dem Ziel die Forschung über die Zusammenhänge zwischen Ernährung, Bewegung und Krebsrisiko zu fördern und die vorhandene wissenschaftliche Literatur zu interpretieren. Um diese Erkenntnisse der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, spricht der WCRF regelmäßig Empfehlungen zur Krebsprävention aus. Im Mai 2018 wurde der 3. Bericht über den Zusammenhang zwischen Ernährung, Bewegung und Krebs veröffentlicht. Internationale, unabhängige Experten beurteilen die wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Jahre und evaluieren, wie sich Ernährung und Bewegung auf die Entstehung der unterschiedlichen Krebsarten auswirken.

Leberkrebs durch Aflatoxine

Aflatoxine – die Gifte bestimmter Schimmelpilze  – haben eine schädigende Wirkung auf die Leber und in der Folge stellt deren Aufnahme ein Risiko für Leberkrebs dar. Dies ist ein Beispiel für einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebs, der wissenschaftlich sehr gut belegt ist. Auf dieser Grundlage ist das großzügige Wegschneiden von verschimmelten Stellen am Brot schon längst kein gesunder Beitrag zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen.

Dies ist aber nur ein Beispiel von vielen: Erhöhter Alkoholkonsum fördert die Entstehung von Kehlkopfkrebs, Speiseröhrenkrebs oder auch Brustkrebs; Fettleibigkeit wiederum erhöht das Risiko für Dickdarmkrebs oder Gebärmutterkrebs.
Der Bericht zeigt aber auch die Verhaltensmuster auf, die das Krebsrisiko verringern können: So senkt körperliche Bewegung das Risiko von Darmkrebs und wahrscheinlich auch von Gebärmutterkrebs und Brustkrebs. Und wussten Sie, dass Kaffee vermutlich das Leberkrebsrisiko senkt?

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse mit guter wissenschaftlicher Datenlage finden Sie hier.

Was kann ich tun?

Auf Basis dieser Erkenntnisse formuliert der WCRF zehn allgemeine Empfehlungen zur Krebsprävention. Eine kurze und prägnante Zusammenfassung davon sieht folgendermaßen aus:

  • Achten Sie auf Ihr Gewicht und bleiben Sie normalgewichtig!
  • Bleiben Sie körperlich aktiv!
  • Essen Sie überwiegend pflanzliche Lebensmittel, wie Vollkorngetreide, Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst!
  • Vermeiden Sie verarbeitete Lebensmittel und Fastfood mit hohem Zucker- und/oder Fettgehalt!
  • Essen Sie nur kleine Mengen an rotem bzw. verarbeitetem Fleisch!
  • Trinken Sie Wasser und ungesüßte Getränke!
  • Verzichten sie auf Alkohol!
  • Decken Sie Ihren Nährstoffbedarf durch Lebensmittel und vermeiden Sie hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel zur Krebsprävention!
  • Und eine spezielle Empfehlung für Mütter: Stillen Sie Ihre Kinder, wenn es möglich ist!

All diese Empfehlungen gemeinsam, sind – nach dem Rauchen – die Wichtigsten von uns selbst beeinflussbaren Faktoren auf das Krebsrisiko. Derzeit wird geschätzt, dass etwa 30-50 % der Krebserkrankungen durch einen guten Lebensstil vermieden werden könnten.

Dieser Bericht liefert uns keine Empfehlungen zu den eingangs erwähnten “verdächtigen” Lebensmitteln und Inhaltsstoffen wie Milch, Carrageen oder künstlichen Süßstoffen. Vielmehr zeigt er aber, dass es  nicht auf ein bestimmtes Lebensmittel ankommt, sondern auf unseren Lebensstil als Gesamtbild, mit dem wir in der Krebsprävention viel erreichen können.

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